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FC-Kicker

Domstädter

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Donnerstag, 6. Oktober 2005, 08:40

Torwart-News!

So hier der Thread dreht sich nur um die aktuellsten Themen der Torhüter,d.h. hier werden News über Verletzungen oder sonstiges aus der Welt der Keeper geposted! ;)


Duisburg: Georg Koch im kicker-Interview - 05.10.2005 09:52
"So blöd wäre ich nicht mehr"

Beim jüngsten 1:1 in Hannover hielt er einen Foulelfmeter und bewies mal wieder, wie wichtig er für seine Mannschaft ist: Duisburgs Keeper Georg Koch (33). Im Interview spricht der Torhüter unter anderem über sein Temperament, seine Führungsaufgaben und auch Unterwäsche.


kicker: Herr Koch, fühlen Sie sich beim MSV manchmal an den Beginn Ihrer Karriere zurückversetzt?
Georg Koch: Ja, weil uns viele schon auf dem direkten Weg zurück in die Zweite Liga sehen. Aber in Düsseldorf war es noch extremer, weil die Fortuna damals überhaupt kein Geld hatte und viele Spieler, die woanders nicht unterkamen. Nach der Hinrunde hatten wir 13 Punkte und haben uns doch noch gerettet. Das war sensationell.

kicker: Überrascht der MSV Duisburg die vermeintlichen Experten ebenfalls?
Koch: Davon gehe ich aus. In Kaiserslautern haben wir als Mannschaft versagt, der Rest war für unsere Verhältnisse sehr ordentlich. Wir sind nirgendwo vorgeführt worden, und wir haben keine Quertreiber. Die Sache läuft.

kicker: Wenn sie nicht läuft, treten Sie dann wieder als der große Antreiber auf wie zuletzt in der Zweiten Liga?
Koch: Damit habe ich kein Problem, weil die Jungs genau wissen, dass ich ihnen ganz offen die Meinung geige, wenn’s sein muss. Gegen Burghausen lagen wir zur Pause 1:3 hinten, da habe ich den Burschen gesagt, sie seien alle arrogante Spieler, die gar nicht wissen, worum es geht. Da wollten sie es mir so richtig beweisen. Wir haben 4:3 gewonnen.

kicker: Fünf Verwarnungen haben Sie in der vorigen Saison gesammelt, ganz schön viel für einen Torwart. Rasten Sie schon mal aus auf dem Platz?
Koch: Das nicht, aber wir hatten am Anfang der Saison oft so eine Friedhof-Stimmung auf dem Spielfeld. Wenn ich dann mal 30 Meter aus dem Tor rase und laut werde, um unsere Mannschaft zu wecken, dann gibt es schon mal Gelb, ganz klar.

kicker: Werden Sie nun in der Bundesliga ohne Gelbsperre auskommen?
Koch: Dafür kann ich wirklich nicht garantieren. Wenn die Mannschaft es braucht, dann werde ich halt laut.

kicker: Früher, bei Fortuna Düsseldorf, sind sie sogar mal vom Platz geflogen.
Koch: Ja, wegen Spielverzögerung, dabei hat unser Trainer von draußen ständig gewunken, ich solle schön langsam machen. Und die nächste Strafe kam schon eine Woche später. Da musste ich 1000 Mark zahlen, obwohl ich gar nicht auf dem Platz war.
kicker: Warum das?
Koch: Jörg Schmadtke unterlief eine lange Flanke, und wir haben verloren. Da kam Trainer Aleksandar Ristic zu mir und sagte: "Junge, du hättest den Ball gehabt, du bist schuld, weil du gesperrt bist. Du zahlst 1000."
kicker: Neulich nach dem 1:0-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg wurde Ihnen mangelnde Fairness vorgeworfen. Sie hätten den Schiedsrichter darauf hinweisen sollen, dass der Ball nach dem Schuss von Markus Daun hinter der Linie war.
Koch: Unsinn, ich habe doch erst in der Pause erfahren, dass das Ding drin war. Das merkst du im Spiel doch gar nicht.
kicker: Wo hört bei Ihnen die Fairness auf?
Koch: Ganz schlimm finde ich Schwalben im Strafraum, die sollten ganz hart bestraft werden. Sofort Rot, dazu mindestens vier Wochen Sperre.
kicker: Torhüter und Linksaußen haben eine Macke, heißt es. Welche ist denn Ihre?
Koch: Ich habe so viele Macken. Also gut, ich habe eine Unterhose, die ist nicht jugendfrei, ein Loch neben dem anderen. Aber die hat mir mal Glück gebracht, also wird sie weiter getragen.
kicker: Sie sind jetzt seit 14 Jahren Profi . Wann hassen Sie Ihren Job?
Koch: Wenn der Trainer einen Waldlauf ansetzt. Ich spiele gerne bei Wind und Wetter, und ich schmeiße mich in den Matsch, alles kein Problem. Aber Waldlauf ist die schlimmste Strafe.
kicker: Und wann lieben Sie Ihren Beruf?
Koch: Wenn du in Frankfurt den Aufstieg perfekt machst, und da stehen Montagnacht mehr als 10 000 Duisburger Fans in unserer Arena, um dich zu feiern. Das ist ein grandioses Gefühl. Dann hat sich alles gelohnt. Jetzt bin ich vier Mal in meiner Karriere aufgestiegen, das kriegt auch nicht jeder hin.
kicker: Was hat Georg Koch eigentlich mit 33, was er mit 19, 20 noch nicht hatte?
Koch: Ich habe jetzt vier Kilo weniger. Ich bin abgeklärter, spiele nicht nur mein eigenes Spiel, sondern nehme mehr Einfluss auf die anderen. Nicht nur, weil ich jetzt Kapitän bin. Und ich bin nicht mehr ganz so verrückt. Bei einem Spiel in Köln habe ich mir mal die Mittelhand gebrochen, dazu Joch- und Nasenbein.
kicker: Und dann?
Koch: Ich habe trainiert wie ein Ochse. Und schon 56 Tage später stand ich wieder im Tor, weil die Fortuna ganz dick im Abstiegskampf steckte. Prompt flogen mir die Nägel wieder aus der operierten Hand. So blöd wäre ich heute nicht mehr. Und abgestiegen sind wir trotzdem.
kicker: Können Sie als Torwart eigentlich die Rotation unter den Torhütern der Nationalmannschaft nachvollziehen?
Koch: Davon halte ich nichts. Bundestrainer Jürgen Klinsmann sollte sich auf eine Nummer eins festlegen, und das ist für mich Oliver Kahn, auch weil er mit seiner Aggressivität und seiner Persönlichkeit wichtig ist für die deutsche Mannschaft.
kicker: Mit Anfang 20 stand Ihnen die Welt offen, da galten Sie als ganz großes Talent. Da klingen gerade mal 186 Bundesliga-Einsätze eher dürftig.
Koch: Ich habe mit meinem Wechsel von Düsseldorf nach Eindhoven ganz großen Mist gebaut. Wenn man es so will, fehlen mir dadurch heute 200 Bundesligaspiele. Das war so ein richtiger Karriereknick. Zu dieser Zeit hatte ich zehn Angebote. Ich hätte nach Berlin, Kaiserslautern oder zu den Glasgow Rangers gehen können. Natürlich hatten wir bei Dick Advocaat eine super Truppe mit Cocu, Stam, Zenden, die halbe holländische Nationalmannschaft. Aber das war nur die eine Seite der Medaille.
kicker: Klingt doch nach großem Fußball.
Koch: Der Wechsel ins Ausland kam viel zu früh. Damals war ich noch nicht reif dafür. Außerdem hatte ich private Probleme, und mir fehlte auch die Zusammenarbeit mit Torhütertrainer Enver Maric. Ich wollte nicht so ein Larifari-Training, und sicher hätte ich auch ab und zu mal einen Tritt in den Hintern gebraucht.
kicker: Zu Enver Maric haben Sie auch heute noch Kontakt?
Koch: Ja, er ist ein super Typ, und sein Auge für Torhüter ist weltklasse. Enver hat mich fast sechs Jahre lang in Düsseldorf geformt. Mit 20 war ich zwar groß und mutig, aber ich hatte keinen blassen Schimmer von richtigem Torwartspiel. Beweglichkeit, Stellungsspiel, alles Mögliche hat er mir beigebracht. Ohne ihn wäre ich nie dahin gekommen, wo ich jetzt bin.
kicker: Aber anschließend hatten Sie vor allem beim 1. FC Kaiserslautern wieder eine gute Zeit in der Bundesliga.
Koch: Ja, gerade unter Otto Rehhagel hatte ich das Gefühl, eine wichtige Figur für die Mannschaft zu sein. Das gilt auch für die Zeit mit Trainer Erik Gerets, insgesamt waren es drei sehr angenehme Jahre in Kaiserslautern.
kicker: Aber der Abschied war unangenehm?
Koch: Ich hatte mir einen Meniskuseinriss zugezogen, und mein Vertreter Tim Wiese nutzte prompt seine Chance.
kicker: Und nun haben Sie über den Umweg Energie Cottbus mit dem MSV Duisburg wieder in die Bundesliga zurückgefunden. Ist Schluss, wenn 2007 Ihr Vertrag dort ausläuft?
Koch: Ich mache Schluss, wenn die Leute sagen: Der Koch fällt ja wie eine Bahnschranke. Wenn es nicht mehr reicht und ein Jüngerer die Klasse hat, dann werde ich ganz ehrlich zu mir sein und einen Schlussstrich ziehen. Aber da muss erst mal ein Besserer kommen. Vielleicht spiele ich ja auch noch sechs Jahre.
kicker: Und dann?
Koch: Dann geht’s weiter mit Fußball. Das ist mein Leben. Ich lese fast alles über Fußball und sehe fast jedes Spiel, das übertragen wird. Vielleicht werde ich Präsident bei Fortuna Düsseldorf, oder ich fege denen den Hof, wenn die einen brauchen.
kicker: Den Hof fegen?
Koch: Ich stehe noch bei vielen Leuten in der Pflicht. Im Ernst, es ist mir ein großes Anliegen, dem Verein zu helfen, bei dem ich groß geworden bin, also Fortuna Düsseldorf. Ich habe auch den VfR Marienfeld nicht vergessen, wo ich in der Jugend gespielt habe. Da bin ich wirklich schon Präsident. Da stehe ich sonntags in der Kreisliga B am Spielfeldrand und habe Spaß daran wie andere bei einem Bundesligaspiel.

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Domstädter

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Donnerstag, 6. Oktober 2005, 11:03

Die klare Forderung: Schluss damit!
Oliver Kahn, an ein elastisches Seil gekettet, presst sich ein kurzes Ja aus dem Trainings-Overall. Den sogleich abgefeuerten Flachschuss seines Torwartrainers fischt er aus der langen Ecke.





Anderthalb Stunden ist er am Mittwochvormittag hinter Bällen hergehechtet und -geflogen, dabei mit voller Wucht auf das zuvor gestauchte rechte Knie geplumpst. Härtetest bestanden, "Ich bin topfit", sagt der Nationaltorwart. Er kann mitwirken in der Türkei. Und er wird auch dort seine Position als vom Bundestrainer deklarierte Nummer eins verteidigen müssen. Denn entgegen anders lautender Vermutungen oder Forderungen wird Klinsmann die Rotation zwischen Kahn und dessen Herausforderer Jens Lehmann keinesfalls vorzeitig einstellen. "Wir werden das weiter so halten bis Mai 2006", sagt der Chefcoach, eine frühere Deadline hält er für "absolut unnötig".

Kahn vertritt zu diesem Thema eine konträre Meinung. "Irgendwann, ab einem gewissen Zeitpunkt" müsse es "in diesen Positionen eine gewisse Kontinuität" geben, betont der Torwart, "damit die defensiven Spieler wissen, mit wem sie es zu tun haben", hinter sich an der Endstation der Abwehr. Kahn nennt ein Beispiel: Im Klub pflege er mit dem Verteidiger Lucio "eine Art Verhältnis auf dem Platz", beide treiben sich gegenseitig an. Also möchte Kahn auch in der Auswahl bei einem Per Metersacker wissen, wie er ihn nach einem Fehler ansprechen müsse, "um ihn zu Topleistungen zu bringen". Dem 81-maligen Nationaltorwart geht es "nicht ums taktische Spielen, sondern um die mentale Situation", damit etwas zusammenwächst für das große Ziel.

Kahn akzeptiert Klinsmanns gegenteilige Philosophie, stellt aber genauso heraus: "Ich bin seit 20 Jahren Profi, seit 1994 bei der Nationalelf, ich weiß, wovon ich rede." Also wünscht er sich, dass von sofort an die Wechselei vorbei sein möge. "Jetzt beginnt der Countdown", sagt er, "in meinem Kopf beginnt jetzt die heiße Phase Richtung WM 2006". Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hält den Mai 2006 als Termin für die Benennung der WM-Nummer eins "schon für sehr, sehr spät".

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Donnerstag, 6. Oktober 2005, 15:18

Unger im Probetraining

FCB testet Neuruppiner 'Pokalhelden'


Mit 4:0 hat der FC Bayern Mitte August sein Pokalerstrundenmatch beim MSV Neuruppin gewonnen. Nur 4:0, müsste man eigentlich sagen, denn Claudio Pizarro, Roque Santa Cruz und Co. hatten in dieser Partie durchaus Chancen für ein zweistelliges Ergebnis. Dass es nicht dazu kam, lag auch an MSV-Schlussmann Marian Unger. Der junge Keeper hielt an diesem Tag was zu halten war und manchmal auch mehr.

Mit dieser außerordentlichen Leistung hat er jedenfalls beim FC Bayern mächtig Eindruck gemacht. Die Verantwortlichen haben nun sogar beschlossen, den 21-Jährigen zu einem zweitägigen Probetraining nach München einzuladen.

Dreher unternimmt ersten Test

So sah man Unger am Mittwoch auf einem Nebenplatz an der Säbener Straße nach den Bällen hechten, die ihn Torwarttrainer Bernd Dreher um die Ohren schoss. „Er zeigt gute Reflexe“, sagte Dreher anschließend über den 1,87-Meter großen Kollegen.

Beobachtet wurde der erste kleine Test von Chef-Scout Wolfgang Dremmler. „Wir haben Marian seit dem Pokalspiel mehrfach beobachtet. Jetzt wollten wir uns mal einen näheren Eindruck von ihm verschaffen“, berichtete Dremmler gegenüber fcbayern.de über den Grund für das Probetraining.

Unger einer wie Kahn?

Ob Unger, ein gebürtiger Leipziger, Chancen auf einen Vertrag beim FC Bayern hat, wird sich zeigen. Dremmler ließ durchblicken, dass man vielleicht für die nächste Saison bei den Amateuren einen neuen Keeper sucht.

Geht es nach dem Äußeren, dann müsste die Sache aber klar sein. Denn Unger sieht einem Torwart doch recht ähnlich, der bekanntlich zu den besten auf der ganzen Welt gehört: Oliver Kahn

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Freitag, 7. Oktober 2005, 10:41

Olli und sein Doppelgänger
Raten Sie mal, wer
hier der echte Kahn ist...




Die Zuschauer beim Bayern-Training wunderten sich: Was macht der Kahn hier?

Doch in München segelte Ollis Doppelgänger durch den Kasten. Von Kopf bis Fuß – ein neuer Kahn!

Allerdings heißt er Marian Unger (21), kommt von Oberligist MSV Neuruppin. Absolvierte bei Bayern ein zweitägiges Probe-Training.

Und fiel sofort durch seine verblüffende Ähnlichkeit auf: Die Haare, die aufgeblasenen Backen, die Körperhaltung – alles wie beim Original-Olli.

Der doppelte Kahn. Das kann bei Bayern ganz schön kompliziert werden. Hätten Sie den richtigen gleich erkannt?

Unger, der nächste Saison Bayerns Nr. 3 werden soll, zur Ähnlichkeit mit Kahn: „In Neuruppin habe ich schon lange den Spitznamen Olli.“

Der Bürokaufmann hat ein großes Vorbild: Claro, Olli Kahn.

Unger: „Einfach unglaublich, was der alles hält.“ Mit 1,87 m ist der neue Kahn nur einen Zentimeter kleiner als sein Idol. Beim Gewicht muß er allerdings aufholen: Unger 76 Kilo, Kahn 91.

In den nächsten Tagen will Bayern über ein Angebot für den neuen Kahn entscheiden.






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