BVB-Torhüter Meier schwer verletzt
Ahlen/Dortmund - Wenige Tage nach dem Verstreichen der Transferfrist steht Borussia Dortmund ohne erfahrenen zweiten Torhüter da: Im Spiel des Regionalliga-Teams bei RW Ahlen (2:0 für den BVB) verletzte sich Profi-Ersatzkeeper Bernd Meier (34) am rechten Knie. Am Montag wird eine Kernspintomographie Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben. Die Vermutung lautet: Kreuzbandriss.
Sollte sie sich bestätigen, wäre die Diagnose vermutlich gleichbedeutend mit Meiers Karriereende. Zur Erinnerung: Der Torhüter war bereits im Sommer 2005 aus Ahlen zum BVB gewechselt, absolvierte sein erstes Training für Dortmund – ebenfalls wegen eines Kreuzbandrisses – allerdings erst am 11. April 2006.
Borussias Sportdirektor Michael Zorc sprach am Sonntag bereits "von einem persönlichen Schicksalsschlag. Es tut mir sehr, sehr leid für Bernd".
Vorerst wird Regionalliga-Torhüter Sören Pirson – in der vergangenen Woche 21 Jahre alt geworden – die Position hinter Stammkeeper Roman Weidenfeller einnehmen.
Schon am Montag will Zorc aber mit Trainer Bert van Marwijk darüber beraten, ob Ersatz für Meier verpflichtet wird. Wegen des geschlossenen Transferfensters kommt nur ein vereinsloser Torhüter in Frage.
Sollte sich Meier das Kreuzband gerissen haben, wäre er der 19. BVB-Patient mit diesem Verletzungsmuster seit 1992 – eine beängstigende Seuche. Alleine in der vergangenen Spielzeit hatte es Sebastian Tyrala, Cedric van der Gun, Jan Koller und Lars Ricken erwischt.
Bernd Meier (94 Bundesliga-Spiele) träumte immer davon, die 100 noch voll zu machen. Der Traum könnte ausgeträumt sein...
Sonntag, 3. September 2006 | Sascha Fligge | www.westline.de