Trauer um Nationaltorwart Robert Enke
Torwart litt seit Jahren an Depressionen
Torwart Robert Enke litt nach Angaben seiner Frau Teresa und seines behandelnden Arztes Valentin Markser seit Jahren an Depressionen und Versagensängsten. Er war regelmässig in ärztlicher Behandlung, weigerte sich aber die notwendigen Medikamente zu nehmen, da er der Meinung war, selbst mit dieser Krankheit klar kommen zu müssen.
Die Tatsache, dass Enke ein Bestandteil des öffentlichen Lebens ist, brachte ihn in die Zwickmühle, die Krankheit geheim halten zu müssen. Auf der einen Seite wollte er so seinen Job, den er über alles liebte nicht gefährden und auf der anderen Seite wollte er es verhindern, seine vor 8 Monaten adoptierte Tochter wieder zu verlieren.
In seinem Abschiedsbrief schreibt Enke eindeutig, dass er die behandelnden Therapeuten in den letzten Tagen über seine aktuelle Situation absichtlich falsch informiert hat, um seinen Selbstmordplan durchführen zu können.
Fussball war sein Leben und gab ihm Kraft. Vor allem das Gefühl ein Teil der Mannschaft zu sein und mit den “Jungs Spaß zu haben” war für ihn ein großer Halt. Enke hat erst letzten Samstag wieder sein Comeback nach einer bakteriellen Infektion gegeben, auf einen möglichen Suizid deutete bis zuletzt nichts hin.
Noch am gestrigen Tage an dem er seinen Selbstmordplan durchführte telefonierte er mit seinem Therapeuten und lehnte eine stationäre Behandlung zunächst ab.
An Depressionen litt auch Sebastian Deisler, der aufgrund dieser Krankheit seine Karriere beendete.
| Geschrieben von: Keeper-Shop am 16.11.2009 |
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